An Michael Garthe, Rheinpfalz

 

 

Nun, im Jahre 2016, wird weiter ausgeholt.

 

05.03.2016  M. Garthe in seiner Rubrik Neues aus der Redaktion:

Rot - grün  = Schwarz

(...)

"Die meisten nationalen Tageszeitungen haben dagegen ganz bewusst eine politische Tendenz, um ein bestimmtes Segment im Meinungsmarkt abzudecken. "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) und mehr noch "Die Welt" verorten sich rechts von der politischen Mitte. "Süddeutsche Zeitung" (SZ) und noch mehr die "Tageszeitung" stehen links von der Mitte.

In der Pfalz gibt es einige Hundert Rheinpfalz- Abonnenten, die zusätzlich FAZ oder SZ beziehen.

(...) Regelmäßige Leser der FAZ halten diese für objektiv und die RHEINPFALZ für zu links. Regelmäßige Leser der SZ halten diese für objektiv und die RHEINPFALZ für zu rechts.

Ist es nicht faszinierend, dass dieselbe Zeitung von den einen für rot-grün und den anderen für schwarz gehalten wird?

(...) Die große Mehrheit soll die RHEINPFALZ für ausgewogen halten. Ausweislich unserer Lesermarktforschung ist das auch so."

 

Wie kriegt man das hin ?

Kürzlich erscheint ein neuer Kollege - auch Pensionär - im Dozentenzimmer.

"Hallo, darf ich mal fragen, wo sie herkommen?"

 "Aus ... in der Nähe von Kaiserslautern."

"Darf ich Sie dann noch etwas fragen?" 

"Ja, gern!"

"Sind Sie ein Primitivbürger? "

"Was? Wieso das denn?"

"Haben Sie heute (30.11.15)  die Rheinpfalz gelesen?"

"Das tue ich mir nicht an! Was steht denn da drin?" 

"Da steht heute ein großer Artikel mit dem Titel "Vom Bildungsbürger zum Primitivbürger" von Winfried Folz" drin."

"Und wie ist der dort charakterisiert?"

"Der Primitivbürger ist dort dadurch charakterisiert, dass er die ganze Politik nur noch als Mainstream sieht!"

Jubelnde Antwort: "Dann bin ich auch ein Primitivbürger!!!"

"Das soll aber ein gefährlich gewordener Bürger sein."

"Interessant - wie wird man das? Man kann doch sowieso nichts machen!"

Wir haben uns dann noch  ungefährlich,  aber richtig primitiv unterhalten!!!

 

Ohne Spott: Die Überschrift soll bedeuten: Alle, die den Flüchtlingsstrom nicht wollen, sind primitiv, ungebildet und gefährlich. Das ist kontraproduktiv.

 

Journalisten wollen also festlegen, was noch Bildung ist, und was nicht mehr. Dazu passt, dass früher vor Landtagswahlen die Haltungen der Parteien zu den  einzelnen Themen neutral gegenübergestellt wurden.

Diesmal wurden die Haltungen benotet. Passt  Chefredakteur Michael Garthe nicht auf?

 

Hier ein Leserbrief aus der Rheinpfalz am 05.03.2016 von einem offenbar nun altmodisch gebildeten Bürger (der sicher bald gefährlich wird!!?):

 

"Finde Bewerten nicht gut"

"Ich finde es nicht gut, wenn die Rheinpfalz im Wahlkampf die Leistungen der Parteien bewertet. Man kann Positionen aufzeigen und angeben, was erreicht oder nicht erreicht wurde; dies jedoch mit Plus oder Minus zu bewerten, sollte sich für eine Zeitung, die seriös und objektiv berichten will, verbieten.

Uwe Seifert, Fußgönheim

 

Michael Garthe legt auch fest, was bezüglich der Zeitungen rechts, links und die Mitte ist. "Ist es nicht faszinierend", dass es das bei den Zeitungen noch gibt, was der Bürger zur Zeit so sehr bei den Parteien vermisst?

 

Dabei ordnet er sein Blatt selbstbewusst in der Mitte, d.h. in die Reihe der großen  überregionalen Tageszeitungen ein.

 

Ganz so sieht es noch nicht aus. Aber als Lehrender darf man nicht nur belehrend sein - man muss auch zu Höherem ermuntern!

 

Es kommt aber gar nicht so sehr auf  "links" oder "rechts" an, sondern auf Investigation, Durchdringungstiefe keinerlei Rücksichtnahme auf die Position des Interviewten (außer bei allen  immer im Ton)  oder den Gedanken, dass man dort ja wieder mal  vorstellig werden muss und deshalb besser Hofberichterstattung betreiben sollte. Tiefbohrer statt  Dollbohrer (pfälzisch!)  in Sachen Wahrheit oder ein Hinausschieben des Eintritts in den Ruhestand  könnte gegebenenfalls nicht befürwortet werden!!! 

 

Nun ist es so, dass man, wenn man den Nachrichtensender CNN sieht, zusammen mit

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https://www.dict.cc/?s=court+reporter

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und/oder die Website von T-Online, schneller und viel besser über das internationale, nationale und auch regionale (Bundesländer) Geschehen informiert ist. Dafür braucht man die Rheinpfalz nicht mehr.

 

Also muss die örtliche Berichterstattung mit den obigen Eigenschaften die Attraktion des Blattes ausmachen.

 

Wenn man die wirklichen Gegebenheiten kennt, Zeit und Lust hat, sie zu verfolgen, dann verliert man so manches Mal leider den Respekt.

 

Beispiel: 

 

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Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Math. Dipl.-Ing. Karl Mentz

 

 E-Mail: mz.kl@t-online.de                                                                   KL,      21.3.11

 

 

 Offener Brief an den Chefredakteur  der Rheinpfalz

 (auch per Fax)

 

Betr: Berichterstattung mit zu geringer Durchdringungstiefe und

          Redaktionsschluss nach Befragung der Obrigkeit

 

 Sehr geehrter Herr Garthe,

nach der Ablehnung meines zweiten Antrags auf Hinausschieben des Ruhestandsbeginns kam Ihre Mitarbeiterin, Frau Sabrina Zeiter, telefonisch auf mich zu mit der Bitte, ihr doch zu erklären, was da gelaufen sei.

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Meine Begeisterung hielt sich absolut in Grenzen. Ich erklärte ihr, dass die Berichterstattung doch nur folgendermaßen ablaufen würde: Befragung des Betroffenen, Befragung der Amtsinhaber der FH, Befragung des Ministeriums, Redaktionsschluss und alles im Grünen Bereich für die kritisierte Obrigkeit.

So hätte ich es schon früher erlebt mit der Kritik an der Vergabe der höher bezahlten Professorenstellen durch Absprache statt durch Bewerbungen in Konkurrenzlage.

 

Da gäbe es ja heutzutage bessere Möglichkeiten.

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Ich gab trotzdem Auskunft und lieferte viel schriftliches Material.

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Dann erschien der Artikel  „Ein besonderer Fall“  genau nach dem erwarteten Muster.

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Ich glaube, dass Sie unterschätzen, wie viele Leute sauer waren!!

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Dieser Tage  erschien nun der Artikel „Keine Verlängerung“ Der Schreibende hatte schlicht keine Ahnung.

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Und überall in deutschen Zeitungen und Webseiten von Rechtsanwaltskanzleien, teilweise (zu meinem Vergnügen) mit Kommentarmöglichkeiten:

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OVG Koblenz: Beamte dürfen mit 65 Jahren zwangsweise in den Ruhestand versetzt werden.

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Ein Spiel, auf das ich bestens vorbereitet war.

Ich kopiere Ihnen hier einen von mir geschriebenen Kommentar:

 

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Jüngeren Platz machen? Die Berufungen ziehen sich oft über Jahre hin.

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Um 65 - wenn schon, dann hier  66 -  ging es nur parallel. Da steht noch was beim EuGH an. Also eine Vertuschung!

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Von den üblichen Einwänden gegen das Hinausschieben des Ruhestandsbeginns hatte sich Kurt Beck mit seiner Landtagsfraktion nämlich verabschiedet durch Änderung des Gesetzestextes von „…dringende dienstliche Belange im Einzelfall…“ zu  „Wenn es im dienstlichen Interesse liegt…“  Volle Ausbremsung durch das OVG Koblenz:

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nicht„Mit der Ersetzung der „dringenden dienstlichen Belange“ wollte der Gesetzgeber nicht die Anforderungen an ein Hinausschieben des Ruhestandes senken. Vielmehr erachtete er die bisherige Formulierung nur mangels praktischer Bedeutung für  erforderlich.“

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Ein Skandal, aber ein Volltreffer für die Demonstration!

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Das müsste Kurt Beck die Zornesröte ins Gesicht treiben, denn er hat die Änderung mit  großer Reklame und finanziellem Anreiz verkauft, um Geld zu sparen und Erfahrung länger zu halten. "Nur Leistungsfähigkeit entscheidet", hieß es! Wo bleibt der Anstand von Kurt Beck? Bei Google "Kurt Beck Altersdiskriminierung Professoren" eingeben. Allgemeiner unter:

www.hinausschieben-des-ruhestandsbeginns.de (Problem/Prägnante Fälle, A dienstliches Interesse, B besonderes dienstliches Interesse, Presseartikel, Rechtsmittelabschneidung, Urteile im Volltext, Aus Landtagen, Avatar im Landtag RLP, Kritik am Rechnungshof, Haltung von Verbänden, Kontakt)

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Dienstliches Interesse war sehr wohl schriftlich vom FH-Präsidenten bekundet worden.

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Nach einem Telefongespräch hatte er laut Dekan "keine Freiheitsgrade mehr". "Professoren nicht in die Verlängerung" ist der Geist im Ministerium!

 

Keinen einzigen weiteren Fall konnte die Vertreterin des Ministeriums beim OVG nennen!

Sie konnte auch nichts zur Verwaltungspraxis sagen. Das gezielte Vorgehen (Aufforderung an die FH nach der ersten Verlängerung die Voraussetzungen für eine weitere Verlängerung zu beseitigen, was nur rudimentär gelang) wurde geflissentlich ignoriert.

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Der Fachbereich arbeitet nach dem Blitzabgang eines gerade erst schnell berufenen Professors und der Pensionierung von zwei weiteren (einer war auch sehr „verlängerungswillig“) mit Lehrbeauftragten – immer mit  „woher nehmen und nicht stehlen“ und zunehmendem Talent  und immer mehr Übung, öffentlich darzustellen, dass das kein Nachteil für die Studenten sei.

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Das OVG Koblenz hat in Wahrheit Kurt Beck eine Niederlage beigebracht. Außerdem hat Kurt Beck zu viel Respekt vor seiner  Ministerialbürokratie.

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Alle Briefe sind an seine Privatadresse gegangen. Er wusste Bescheid und kennt sich eigentlich auch mit  „Messer in den Rücken“  aus.

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Mit seiner Sprechstunde ist es leider auch nicht weit her. Schade!

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Mit bestem Gruß an Interessierte,

 

Prof.Dr.-Ing. Dipl.-Math. Dipl.-Ing. Karl Mentz,

nun weiter in BW tätig (wo die Lehrerfahrung älterer Professoren hoch im Kurs steht, Verlängerungen für Professoren keine Probleme machen) und mit einem neuen Hobby, wie man sieht.

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Wenn eine Regierung großspurig ein Beamtenprogramm ankündigt, dann kann nach vier Jahren mal nach Anspruch und Wirklichkeit gefragt werden.

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Da gibt es neben Ihnen doch die Herren Christian Gruber  und Ilja Tüchter , Sie alle drei Ihrem Beruf doch auch mit so großem Idealismus zugewandt, dass ich glatt annehme, dass Sie auch länger arbeiten werden als bis 65 und sich in der Sache noch aufraffen werden, Nach der Wahl?!

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Und noch eine kleine Anregung: Mit der Rheinpfalz-Card müsste man sich die (einen selbst betreffenden) Artikel umsonst herunterladen können. (Nur noch Pensionsempfänger!)

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Außerdem bitte ich um Zustimmung, sie in meine Website integrieren zu dürfen.

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Eine eventuelle Antwort wird hier selbstverständlich veröffentlicht!

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Mit besten Grüßen

 

Karl Mentz

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Wird fortgesetzt.