Beispiel: Mangel an FH-Professoren (Hochschulprofessoren)

 

Bezug zum Thema: Angesichts dieses Mangels müssten Anträge auf Hinausschieben des Ruhestandsbeginns mehr als erwünscht sein.

 

Es sieht so aus, dass dies im Bereich der Hochschulen ohnehin kein Thema mehr ist, da die Umgebungsvariablen sich in den letzten zehn Jahren so verändert haben, dass nicht mal mehr Nachwuchs zu begeistern ist.

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31.05. 2017 Rheinpfalz / dpa

"Fachhochschulen: Professoren fehlen

Berlin. Jede zweite Professur an einer Fachhochschule (FH) bleibt nach der ersten Ausschreibung unbesetzt. Dies ergab eine gestern veröffentliche Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Demnach sind FH-Professuren einerseits nicht attraktiv genug, andererseits fehle Bewerbern oft die nötige Praxiserfahrung außerhalb einer FH. Selbst nach mehreren Ausschreibungsrunden bleibe jede sechste Professur unbesetzt. Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) kündigte ein Bund-Länder-Programm an, das sich der Probleme annehmen soll. Dies werde aber nicht vor 2018 greifen."

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Kommentar: Dazu werden dann sicherlich nur Funktionäre gefragt. Was man da zu hören bekommt, ist nicht so hart. Eigentliches wird  gefiltert werden.

Hier nicht!

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10.05.2017

 

Inhalt / Überschriften

> Fachhochschulen auf Professorensuche

   >> UNI oder FH - keine leichte Entscheidung

         >>>  Doch!

          >>>  FAZ:  Wo der Diplomingenieur überlebt hat

 

 

Eigentlich müssten Ausführungen von jemandem, der bis vor kurzem 36 Jahre als Prof. gelehrt hat, für sich überzeugen.

Aber nehmen wir mal einen Zeitungsartikel als Einstieg.

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Die Rheinpfalz, 04.05.2013 von Marco Engemann (DPA) :

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> Fachhochschulen auf Professoren-Suche

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"Jung, praktisch veranlagt, Berufserfahrung? Wer eine akademische Laufbahn anstrebt, hat gute Chancen an Fachhochschulen. Denn diese suchen dringend nach geeignetem Lehrpersonal. Doch Kandidaten sollten sich gut informieren. Der Bewerbermangel hat Gründe."

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Kommentar: In dem Artikel werden Gründe dargestellt, an die man nach der Überschrift schon denkt, ohne weitergelesen zu haben. Geringes Gehalt zum Beispiel.

Auf dieser Website werden aber -  inzwischen weitgehend frei von Rücksichtnahme - viel tiefer gehende Gründe dargestellt, die sich zum Beispiel auch aus oft beinahe krankhafter Pflege des aufgestellten Images und des Marketings der Fachhochschulen ergeben.

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"Wer an einer deutschen Universität Professor werden will, muss sich lange hocharbeiten. Und die Stellen sind rar. Was viele nicht wissen: Fachhochschulen (FHs) ringen dagegen in vielen Fächern um geeignete Bewerber. Normalerweise soll an deutschen Hochschulen bei einer Neubesetzung unter mindestens drei ernsthaften Kandidaten ausgewählt werden - an FHs brüten die Mitglieder der Fakultäten oft über Listen mit weniger Namen."

 

Kommentar: Im Gegenteil: Beispiel: Verzweifelt wendet man sich an einen Verband der Elektroindustrie. Der schreibt  etwa sechzig ausgesuchte Mitglieder an. Nur ein Mann zeigt Interesse an der Professorenstelle für das hochinteressante Fachgebiet. Wird er kommen?

Das  lange Suchen muss man als Tapferkeit ansehen. Es dauert dann irgendwann zu lange und wird womöglich den Wachhunden angelastet, die auf keinen Fall das fachliche Niveau im Fachbereich sinken sehen wollen. Droht die Übernahme zusätzlicher Arbeit (z.B. temporär oder überhaupt  neue Vorlesungen  übernehmen oder sogar selbst erstellen zu sollen), dann wird diesen auf den Schwanz getreten und ein Notnagel berufen. Das kann entgegen landläufiger Vorstellung (sogar unter Kollegen) gerade dann böse Auswirkungen haben, wenn dieser im Grundlagenbereich tätig wird. Kann man sich die Ankündigung vorstellen "Wer meine Vorlesung nun einmal besucht, bekommt auch jedenfalls eine gute Zensur und fällt auf keinen Fall durch." ?

Was bedeutet es, wenn sich mehrere dieser Kollegen auf diese Weise angesammelt haben, und ein Top-Kandidat (wenn er dann überhaupt noch hereingelassen wird) verirrt sich in diesen Fachbereich? Er wird leiden. Er wird fachlichen  Anspruch bezüglich der Lehre  beerdigen. Er wird sich  eine herausfordernde und lohnende Nebentätigkeit suchen.

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(...)

"Die Praxis-Hochschulen brauchen besonderes Personal. Eine wissenschaftliche Karriere an der Uni reicht nicht, sagt Hubert Mücke, Geschäftsführer des Hochschullehrerbundes.

Der Verband vertritt die  Interessen von Fachhochschullehrern."

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Kommentar:  Das ist für Realisten doch oft  sehr die Frage!!!

Die Zeitschrift, die man als Mitglied des HLB regelmäßig bekommt, heißt "Die Neue Hochschule". Die größte Sorge ist die Gleichwertigkeit von Universität und  Fachhochschule.

Diese ist nicht gegeben und auch nicht nötig.

Diesbezüglich komplexbehaftete Kollegen schwätzen vom Promotionsrecht für die Fachhochschule, obwohl der Kampf gegen den Verfall des fachlichen Niveaus immer mehr geradezu zum Abenteuer wird.

Ungeschminkte Beschreibung der Realität kommt selten vor.

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"Vielmehr muss ein Bewerber mindestens fünf   Jahre Berufserfahrung in seinem Fach mitbringen, drei davon außerhalb der Hochschule.

Als Beleg für die wissenschaftliche Eignung werden in den meisten Fällen auch ein Doktortitel und Lehrerfahrung verlangt. Doch die Nähe zur Praxis ist weiter Voraussetzung: Anwendungsnah sollen die Dozenten den Stoff vermitteln"

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Kommentar: Praxisorientiertheit und Gleichwertigkeit der Fachhochschule zur Universität, würden erfordern, dass die theoretischen Spitzen der Universitätsausbildung durch Spitzen hervorragender Praxiserfahrung ersetzt sein müssten. Hier aber ist das Problem, solche Leute aus der Industrie wegen viel besserer Bezahlung zunehmend nicht gewinnen zu können,  geradezu vordergründig. Angesichts der  großen Not - besonders in den MINT-Fächern -   aus Zeitgründen (Bachelor-Pressschmiede!) und eklatant  sinkender Vorbildung und Studierfähigkeit wird es immer mehr zu einem Kraftakt, die Grundlagen in die Köpfe zu bringen.  Für die eigenen "tollen" Praxisthemen bleibt gar keine Zeit!!

Oder immer mehr Kollegen machen sich in den Grundlagen einen schlanken Fuß (s. o.) . "Weniger-ist-mehr-Professoren" (WIM-Profs.)

Spott: Im Grenzübergang folgt nichts ist alles und dafür gibt es den Doktortitel!

"Praxisorientiertheit" ist leider sehr oft nur eine Begründung oder eine Maske für ein niedriges Niveau einer Vorlesung oder sonstigen Lehrveranstaltung.

Stimmen die Grundlagen nicht, geraten nachfolgende Fächer in Not.

Unverdrossene müssen dann  zähneknirschend Grundlagen nachholen, wenn sie nicht gänzlich zu einem "Man-kann-zeigen-Professor" (MKZ-Prof.) verkommen wollen.

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Einschub: Dieser Tage (08.04.2017)  in der Rheinpfalz:

Uni oder FH - keine leichte Entscheidung 

von Dr. Reinhard Krämer (Berater für akademische Berufe in der Agentur für Arbeit Kaiserslautern Pirmasens)

(...)

"Nach 17 Jahren Bologna-Reform haben sich die beiden Hochschultypen durchaus angenähert.

Ein Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede am Beispiel von zwei Studienfächern in Kaiserslautern mag dies verdeutlichen. Hier wird das Fach Maschinenbau an der Technischen Universität (TU) und an der (Fach-) Hochschule angeboten. Beide Institutionen lehren beispielsweise die Newtonschen Gesetze und ihre konkrete Anwendung in "fachspezifischen Gesetzen" und Gleichungen, wie Norbert Gilbert, Studiengangleiter an der Hochschule Kaiserslautern erläutert.

" An den Universitäten liegt der Schwerpunkt tendenziell eher auf der vollständigen Durchdringung der Herleitung der Gleichung, um ähnliche Wege für neue Problemstellungen in der Forschung anwenden zu können, an den Fachhochschulen tendenziell in der korrekten Anwendung und Interpretation der Ergebnisse", so der Professor. Ziel des FH-Studiums sei der reibungslose Einstieg in die berufliche Praxis."

Kommentar:

Vorweg: UNI-Absolventen müssen vielleicht erstmal kurz verdauen, dass viele Aufgaben banaler sind als die vergleichsweise anspruchsvollen Vorlesungsinhalte; sonst aber geht es  genauso reibungslos oder auch nicht wie bei FH-Absolventen.

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Bei der Darstellung des ehemaligen Kollegen ist zu bedenken, dass die beste Befähigung in der Praxis  letztlich und nachhaltig aus  gründlichem Verstehen resultiert. Ebenso die innere Sicherheit, sich in neue Aufgaben effizient einarbeiten zu können. Bei dem Text kann man leicht den Eindruck gewinnen, dass eigentlich Motivierte - ganz zu schweigen von Hochmotivierten - bei Nachfragen in  den  Übungen oder in Sprechstunden abgespeist  oder - freundlicher ausgedrückt - lediglich "beruhigt" werden: "Das brauchen Sie nicht zu wissen!".

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Wäre es nicht viel besser Folgendes zu texten?

An der (Fach-) Hochschule liegt das Gewicht auf der Lehre.  Oberstes Gebot: Grundlagen gründlich, nicht so rasant wie an der UNI und mit mehr Betreuung und großem Angebot an Sprechstunden, aber mit dem Ziel, so dicht an das UNI-Niveau heranzukommen, dass kein Weg - eben auch der zur UNI -  verbaut ist oder zu steinig erscheint.

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Memoiren 4.0 : Letzte Sprechstunde an der FH KL FB AING Elektrotechnik. Wie immer eine Menge Leute im Dienstzimmer. Kleiner Spruch zum Abschied: "Bei Ihnen kommt man, ohne den Stoff verstanden zu haben, nicht über die Runden. Bei vielen anderen geht es mit Auswendiglernen!". Großer Seufzer und weiter: "Aber wir finden das eigentlich richtig so".

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Es geht noch schlimmer. Ehefrau mit ihrer guten Bekannten in KL unterwegs. Letztere beengt mit ihrem Wagen den eines  jungen Mannes beim Einparken. Nach einem trotzdem freundlichem Disput, fängt die Ehefrau (genetisch bedingt) an: "Darf ich mal fragen, wo Sie herkommen und was Sie so machen?"  "Ich studiere an der (Fach-) Hochschule Maschinenbau. Ich bin extra aus Baden-Württemberg nach Kaiserslautern gekommen. Aber ich bin enttäuscht. Ich habe den Eindruck, dass viele Professoren ihr Zeug selber nicht verstanden haben. Ich gehe wieder zurück."

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"Zudem müssen sie im Regelfall doppelt so viele Stunden unterrichten wie ihre Kollegen an den Universitäten. Dafür müssen sie nicht so viel forschen."

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Kommentar: Es sind mehr als doppelt so viele Stunden.

"Müssen" ist dem Forschen  sowieso abträglich - fast ein Widerspruch!.

Nicht nur die zeitlichen Randbedingungen  erlauben nur  enorm erschwert Forschung, und das ist nicht attraktiv!!!

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"   "Seit Jahren haben die Fachhochschulen vehemente Probleme, freie Professorenstellen zu besetzen", erläutert Mücke. " Viele Berufungsverfahren müssen mehrfach ausgeschrieben werden, weil es an qualifizierten Bewerbern fehlt", sagt er. (...)

Mücke gibt der Bezahlung der Professoren an den Praxis-Hochschulen eine gehörige Mitschuld an den Problemen. Bei den Fachhochschulen steht am Anfang meist die Einstufung in die Besoldungsgruppe W2. Das ist häufig weniger als an der Universität. Einsteiger starten dort laut Mücke oft schon mit W3 . "

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Kommentar: Es ist typisch, dass dieser Unterschied zuallererst aus dem Gemüt springt. Vernünftige Leute sind  hier ohne Neid. Seine Betonung ist kontraproduktiv, denn die Politiker werden sogleich denken:  "Aha, daher weht der Wind!"

Vielmehr gibt es allein vom Beamtenrecht her  seit dem Urteil des Verfassungsgerichts vom 14. Februar 2012 - 2 BvL 4/10  

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https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2012/02/ls20120214_2bvl000410.html

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eigentlich einen Hebel für alle Professoren, für dessen Betätigung ihnen weit überwiegend offensichtlich Rückgrat und Muskeln fehlen: "Das Verfassungsgericht hält das Grundgehalt für Professoren für "evident unzureichend".  

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http://www.tagesspiegel.de/wissen/nach-dem-besoldungsurteill-was-professoren-wirklich-verdienen/6214218.html

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Mit dem Hinweis auf Zulagen soll diese Feststellung offensichtlich gründlich verwässert werden.  

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"Außerdem fänden exzellente Bewerber aus technischen Fächern in der freien Wirtschaft meist deutlich besser bezahlte Jobs."

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Kommentar:  Falsch! Es muss "immer" heißen. Und "deutlich besser" ist mittlerweile eine eklatante Untertreibung!

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(...)

" Nach Mückes Angaben gibt es an den bundesweit 214 FHs rund 16..000 Professorenstellen. Jährlich müssen davon rund fünf Prozent neu besetzt werden. (...)

Die Dozenten werden gebraucht, denn nach  Daten des Statistischen Bundesamtes hat sich die Anzahl der Studierenden an deutschen Fachhochschulen in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt. "

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Kommentar: Das stimmt  pauschal so nicht. In den "harten" Technik-Fächern hat sich die Zahl der Studierenden mehr als halbiert. Es ist für exzellente Bewerber  nicht attraktiv, nur vor ein paar Leuten stehen zu sollen.

Wie lange wird sich ihr Fach - obwohl grundlegend und unausweichlich - mitsamt dem Studiengang noch halten?  Es dreht sich alles darum, die ganz schwachen Studierenden jedenfalls auch zu halten und - wenn es ganz schlimm kommt - sogar Schwache mit verfehlter Reklame zu rekrutieren, was die Hochmotivierten verprellt. Das spricht sich herum, und der Ruf  (im offenbar altmodischen Sinne) des Fachbereichs leidet.

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" Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin etwa kennt das Nachwuchsproblem. "Auch bei uns mussten Berufungsverfahren bereits mehrfach wiederholt werden", sagt Sprecherin Gisela Hüttinger - in der Elektrotechnik sogar ganze viermal."

"Unser Anforderungsprofil an Dozenten ist sehr viel spezieller als bei Universitäten", erklärt Hüttinger. Der Lehrplan sei eng und detailliert - ein Kandidat sollte da schon genau hineinpassen. "

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Kommentar: Beispiel: Das Fach "Elektromagnetische Felder" Man kann nicht Grundlegendes weglassen zu Gunsten dessen, was einem aus der eigenen Praxis als wichtig begegnet ist. (s.o. zum Thema praxisorientierte Darstellung). Es geht aber gar nicht darum, dass ein Kandidat von vornherein genau "hineinpasst". Es geht darum, dass einen im Berufungsausschuss bei seinem Probevortrag das Grausen packt: "Wie richtet sich im Feld eines stromdurchflossenen geraden Leiters eine Magnetnadel aus?" Antwort: "Oh, da haben Sie mich aber gerade auf dem falsche Fuß erwischt!" (Viele, viele Beispiele könnten hier beschrieben werden!)

Kündigungsbedrohtes Mittelmaß steht da regemäßig auf der Matte. Und die Ausnahme wird gesucht - wenn überhaupt noch.

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"Gegenüber der freien Wirtschaft hätten Kandidaten aber den Vorteil, neben der Lehre selbstbestimmt und frei   eigene Themen zu setzen und zu bearbeiten. "Das ist schon ein Anreiz für viele", sagt Hüttenberger. "

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Kommentar: Das ist weitgehend ein Märchen. Die  Bachelor- Arbeiten sollen in der Regel in der Industrie angefertigt werden. De facto kommen die Themen aus der Industrie und de facto ist der Prof. nur Korreferent. Kann man ausnahmsweise mal ein eigenes Thema intern bearbeiten, indem man mal einen guten Studenten oder eine gute Studentin findet, dann bekommt man es nicht rund und kann meistens lange warten, bis man für die Fortsetzung erneut jemanden findet. Das gilt besonders dann, wenn das Thema anspruchsvoll ist. Ohnehin sind die Bearbeitungszeiten im Gegensatz zu denen für die früheren Diplomarbeiten so kurz, dass sie kaum für die Einarbeitung in das Thema reichen. Das gilt für Master-Arbeiten auch noch.  Also müsste Infrastruktur her: Dauerhafte   Assistenten oder Assistentinnen. Die gibt es  für Bereiche, aber in der Regel nicht für den einzelnen Prof., es sei denn, dass er ein großes und gefördertes Projekt an Land ziehen  und zeitbeschränkt besondere Leute einstellen kann. Da hängt er aber von den fachlichen Problemlösungen her letztlich doch alleine dran, als ob er wieder Doktorand wäre.

Einen großen Lacherfolg kann ein Bewerber erzielen, wenn er fragt, ob er denn eine Sekretärin bekommt. Malen Sie sich eine!!!

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Weitere Spaßbremsen:

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Die Professoren müssen die Klausuraufgaben selber erstellen.

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Sie müssen die Klausuraufsicht führen, d.h. vor Ort sein.

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Sie müssen die Klausuren selber korrigieren.

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Professoren sind es, die die Stundenpläne aufstellen müssen.

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Professoren sind es, die die Prüfungspläne erstellen und die Prüfungstermine festlegen und koordinieren müssen.

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Professoren müssen bei mit Stolz aufgeblähter Verwaltung für die vielen hinzugekommenen Verwaltungsangestellten Ansprechpartner für deren oft zum großen Teil abstrus ausgedachten Aufgabenbereiche Ansprechpartner oder gar Zuarbeiter sein.

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Und hinzu kommen noch die Misslichkeiten, die hier noch unter größeren Überschriften beschrieben werden.

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Universitätsprofessoren würden verächtlich das Gesicht verziehen.

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Sie würden auch nicht die Übungen selber durchführen. Diese selber halten zu müssen, ist aber wegen der Rückkopplung, inwieweit der Stoff herübergekommen ist, nicht schlecht und ein Pluspunkt der Fachhochschulen.

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"Außerdem könne die FH mehr Nähe zur Praxis bieten als die UNI.

"Wer der Praxis nicht komplett   Adieu sagen will, kann in einer FH einen interessanten Arbeitsplatz finden", so die Sprecherin.

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Kommentar: Diese Aussage muss man als vollmundigen Popanz bezeichnen. Als ob UNI und Industrie keine Schnittstellen anstreben würden. Die UNI Kaiserslautern als Beispiel gibt damit alle nasenlang an: Stichwort "Science Alliance".

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"Cornelia von Soosten von der Fachhochschule Dortmund sieht hierin ebenfalls einen Hauptgrund für eine Karriere an einer FH. "Sicher ist das Finanzielle selten ein Anreiz" , sagt sie. Dafür hätten FH-Professoren mehr Freiheiten als in der Wirtschaft und könnten sich bei den Themen auch eher  selbst verwirklichen."

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Kommentar:  Wenn man an der FH gelandet ist, ist Karriere beendet. Es sei denn, man wolle Präsident werden oder könne der Funktion des Dekans oder gar schon des Studiengangleiters etwas abgewinnen. Bei letzteren können die Aufgaben kaum locken und die Gehaltszulagen sind  lächerlich (ein großer Fehler!!!). Ein Dekan hat meistens nach ein bis zwei Wahlperioden die Nase gestrichen voll.  Der Stress in der Industrie resultiert für z.B. fachlich arbeitende Ingenieure oft daraus, dass sie zeitliche Vorgaben für fachliche Lösungen akzeptieren müssen, deren sie sich oft erstmal noch gar nicht sicher sind. Diese Art von Stress ist an der Hochschule eher nicht vorhanden, wenn man mal seine Vorlesungen erstellt hat. Hier gibt es Stress, wie er von Lehrern auch bekannt ist. Stress aus endlosen Sitzungen mit nervigen Themen. Ein Beispiel aus jüngster Zeit (2015): Wie kann man die geforderten Dokumentationen der Mindestlohnzahlungen im Falle des Arbeitens von Hilfsassistenten bewältigen?

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 Viel schlimmer: Von der Politik aufgehalste stümperhafte Studienreformen am laufendem Band, Bachelor-Betrug, Master-Desaster, Marketing-Manie, Formalisten-Forderungen, sich ergebender oder unverhohlener Druck auf Prüfende, immer dümmer werdende Evaluationen, Anonymitätkeine Mitab- stimmungsmöglichkeiten in Gremien  wegen zurückge-schraubter  Demokratie (nicht alle Profs. im Fachbereichsrat) usw..

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Von Freiheiten kann auch im  Sinne von frei verfügbarer und einteilbarer  Zeit immer weniger die Rede sein.

Rheinland-Pfalz fordert die Unterschrift von neu eingestellten Professoren zur Verpflichtung ,nicht nur vier Tage erreichbar zu sein, sondern in der Hochschule zugegen zu sein.

Die Karriere ist auch insofern de facto beendet, dass sie  nicht mehr zu einer Professur an der UNI führen könnte, da für weitere Profilierung das Terrain fehlt.

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" Nebentätigkeiten seien an der FH  (Hochschule) nicht nur geduldet, sondern sogar erwünscht. "Mit solchen Nebentätigkeiten halten die  Dozenten engen Kontakt zur beruflichen Praxis und ihr Wissen auf den aktuellen Stand", so von Soosten."

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Kommentar:  Das hört sich so an, als gäbe es gar  keine Nebenverdienstregelungen vom Dienstherrn!

Außerdem stehen auch bei diesbezüglich möglichen  Auswegen die oben beschriebenen zeitlichen Einengungen im Wege.

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" Wer an die Fachhochschule  (Hochschule) wolle, sollte den Entschluss jedoch recht früh fassen, rät Hubert Mücke vom Hochschullehrerbund.  Ein Bewerber müsse schließlich nicht nur einiges  an Berufserfahrung vorweisen, sondern sollte auch in der Lehre Erfahrungen gesammelt haben, etwa durch nebenberufliche Lehrtätigkeiten. "

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Kommentar:   Nebenberufliche Lehrtätigkeiten gehören z.B. an der DHBW  (Duale Hochschule Baden-Württemberg) zum Geschäftsmodell. Ist der Studiengangsleiter eher Veranstaltungsmanager und die Not groß, werden keine großen Ansprüche gestellt. Pech für hochmotivierte Studierende! Will er bezüglich fachlichen Niveaus auf keinen Fall Abstriche machen und auf Nummer sicher gehen, betreibt er Head-Hunting und holt sich erfahrene Professoren.

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Die Rheinpfalz, 08.04.2017  von Reinhard Krämer

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>> UNI oder FH - keine leichte Entscheidung

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"Die Bologna-Reform hat das deutsche Hochschulsystem nachhaltig verändert. Es kam zu einer deutlichen Annäherung von Universitäten und Fachhochschulen. Dennoch sollen sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Zwei Beispiele aus Kaiserslautern

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Kommentar: Dies ist die offizielle Sprachregelung im Sinne hochschulpolitischer Korrektheit - vielmehr noch eine Beschwörungs- formel, dass es so sein möge, denn tatsächlich waren Universität und (Fach-) Hochschule seit dem Bestehen von Fachhochschulen wegen der Möglichkeiten, der Gewichtung und des Ansehens  der Abschlüsse noch nie so weit auseinander wie gegenwärtig. Beispiel: Bis dahin acht Semester Minimum bis zum Dipl.-Ing. und acht Semester Minimum bis zum  Dipl.-Ing (FH). Letzterer mit steigendem Ansehen!

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" Vor der Jahrtausendwende schien es noch ganz klar zu sein: Die Universität (...) als akademische Einrichtung, die theoretische Inhalte und wissenschaftliche Kenntnisse im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre vermittelte. Demgegenüber sollte die Fachhochschule (FH)  als praxis- und anwendungsorientierte Bildungseinrichtung Studenten gezielt auf ihren späteren Beruf vorbereiten. "

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Kommentar:

Diese Unterscheidungen machen der Autor dieses Rheinpfalz-Artikels und alle sonst nach wie vor!

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"Doch mit der Bologna-Reform wurde 1999  ein europaweit geltender Rahmen geschaffen und das deutsche Hochschulwesen gänzlich umstrukturiert und vereinheitlicht.

Die wichtigsten Neuerungen: Studiengänge erhielten einen modularen Aufbau, der grundständige Bachelor und der weiterführende  Master wurden an Unis und FHs als Regelabschlüsse eingeführt, beide Hochschultypen damit formal gleichgestellt."

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Kommentar: Module sollen Versatzstücke sein. Sie stellen de facto  eine Einschränkung der Freiheit von Forschung und Lehre dar. Zusammen mit dem bürokratischen Monstrum des europaweiten Credit-Point-Systems (damit ja keinem auf offiziell hochgeschätzter Wanderschaft, für die realistisch zumeist freiwillig gar keine Zeit bleibt, die aber doch öfter notwendig wird, wenn es an einer Hochschule nicht klappt, ein Leistungspünktchen abhanden kommt)  bewirken sie eine Nivellierung des fachlichen Niveaus.

Top-Leute als potentielle Professoren wollen aber etwas aus einem Guss auf hohem Niveau in diesbezüglich verschworener Gemeinschaft mit den (zukünftigen) Kollegen abliefern!

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Ein Berufsberater sollte sich ermuntern lassen, auch schwerwiegende Nachteile darzustellen, denn ihm sollte es keinesfalls darum gehen,  etwa der Uni, der FH, der DHBW, den Firmen oder der Hochschulpolitikern einen ausgewogenen Reklamedienst mit leichten Anflügen von Bedenken hier und da abzuliefern. Es geht vielmehr um die Studentin und den Studenten und ihre spätere Zufriedenheit mit sich selbst (sogenannte Selbstverwirklichung!!).

Es ist zu hoffen, dass Dr. Reinhard Krämer, Berater für akademische Berufe in der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens, das in den persönlichen Gesprächen mit den Ratsuchenden dann doch tut.

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Zum Beispiel ist die  Gleichstellung von Bachelor und Master an der Uni und der FH nicht gegeben. Die (Fach-) Hochschule ist von der Hochschulpolitik ausdrücklich dafür vorgesehen, in erster Linie und in überwiegendem Maße Bachelor zu produzieren.

Das ist ein schwerer Schlag für die Fachhochschulen gewesen, den sie  affektierten eigenen Funktionären zu verdanken haben. An den Universitäten bedeutet der Bachelor-Abschluss ohne nachfolgenden Master  Abbrecher-Image. So gibt es  für jeden Studiengang  einen konsekutiven Master-Abschluss.

Für die Fachhochschulen ist ein konsekutiver Master nicht vorgesehen. Die Einrichtung einer solchen Abschlussmöglichkeit muss beantragt und mehr oder weniger erkämpft werden und wird keineswegs an jedem Standort zugelassen. Das bedeutet, dass man gegebenenfalls den Studienort wechseln muss. Dort versammeln sich dann vom Bachelor-Niveau und von nicht genau gleicher Bachelor-Ausrichtung her  ganz unterschiedliche Leute. Das bedeutet, dass nicht selten auf kleinstem gemeinsamen Nenner gelehrt wird, denn der Master muss wie ein Stern für ein Hotel erhalten bleiben. Das frustriert die hochmotivierten Studierenden und  Professoren. Für potentielle zukünftige Professoren der richtigen Art ist es schon nicht attraktiv, "nur" für die Bachelor-Ausbildung eingesetzt werden zu sollen -  und wenn auch für die Master-Ausbildung - dann das???

Diese Misere hätte  wahrscheinlich vermieden werden können, wenn man der Politik seinerzeit für die Bezeichnung der Abschlüsse den Bachelor(FH) und den Master(FH) angeboten hätte. Die dümmlichen Komplexe bezüglich "(FH)" haben sich gesteigert: Es darf nicht mehr "Fachhochschule" sondern muss "Hochschule" heißen!

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Zudem ist eine Anerkennung des FH-Bachelors als Ersatz für den Uni-Bachelor, um zur Uni zu wechseln und dort in Richtung des Uni-Masters weiter zu studieren, offenbar nicht möglich.

Früher galt 8 Semester  Uni und 8 Semester FH. Heute gilt 6 bis 8 Semester FH und in der Regel kein Master und 10 Semester Uni in der Regel mit Master. Von wegen "Gleichwertigkeit"

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(...)

"Die besondere Qualität der theoretischen Grundausbildung an der Uni hebt TU-Fachstudienberater Marcus Ripp hervor.

(...)

Hier werden unsere Studierenden von Experten zu Experten ausgebildet.

(...)

Laut Ripp ist der Master und nicht allein der Bachelor das Ausbildungsziel des wissenschaftlichen und forschungsorientierten Uni-Studiums.

(...)

...TU- Fachstudienberater Peter Spitzley ... : An den Unis werde in allen Bereichen mehr geforscht, sodass die Aktualität der Lehrinhalte durch die Nähe zur Forschung unmittelbar gesichert sei und Forschungsergebnisse direkt in die Lehre einfließen könnten.

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Kommentar:  Es sollte vielleicht doch heißen "Die besondere Intensität der Grundlagenausbildung...", oder "Die besondere mittlere Qualität der theoretischen Grundlagenausbildung..."

Dem Websitebetreiber sind nämlich oft Uni-Vorlesungen zwecks Anerkennung vorgelegt worden, wenn Studenten von der Uni zur FH wechseln wollten. Nicht selten waren diese sowohl vom Didaktischen als auch vom Fachlichen zum Schämen. Es gibt sicher prima Vorlesungen, aber eben auch Profs., die Vorlesungen für eine eher lästige Pflicht halten, ihre Vorlesung daher für lange Zeit festgeschrieben herunterladbar ins Internet stellen und keineswegs Forschungsergebnisse direkt in die Lehre einfließen lassen. Aber das gibt es an der FH auch.

Von "Experten zu Experten" - das klingt unnötigerweise und gänzlich verfehlt  nach Schmalspurigkeit

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(...)

"Zur Sache: Universitäten und Fachhochschulen"

(...)

"Einen besonders starken Akzent auf die berufliche Praxis legen Duale Hochschulen, wie etwa die Duale Hochschule Baden Württemberg (DHBW) (...) ,die Studienphasen an der Hochschule und Praxisphasen im Unternehmen verknüpfen."

 

Kommentar: Wie schön oder auch wie schauerlich es dort für Professoren und Studierende hergehen kann, wird auf dieser Website auch geschildert:

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http://www.hinausschieben-des-ruhestandsbeginns.de/Bye-Bye-Report-DHBW-MA

 

Nachteil der DHBW:  Ausgesuchte Studierende, im großen Umfang zusammengesuchte Lehrbeauftragte.

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UNI oder FH - keine leichte Entscheidung? 

>>>  Doch!


Wer das Abitur als Voraussetzung  für ein Studium an der Universität erworben hat, sollte unbedingt zur Uni gehen,

Hat man das verpasst, dann bohrt und bohrt und bohrt das später im Leben innerlich immer wieder.

Klappt es dort nicht, dann klappt es oft doch noch an der FH.

Von der FH zur Uni  können gute Absolventen jedenfalls auch noch gehen und das klappt erfahrungsgemäß so gut wie immer. Nur warum soll es kleinmütig dieser umständliche Weg sein, wenn es gleich geht?  Wegen der "Praxisorientiertheit?"  Quatsch! Solche Defizite von Uni-Absolventen gibt es meistens nach kurzer Zeit nicht mehr.

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Für beide Einrichtungen gilt: Wo unentwegt Reklame gemacht wird,

sollte man eher wegbleiben. Wo alle Einsen und Zweien bekommen, sollte man eher wegbleiben, wo man mit jeder Menge Bedienerwissen abgefüttert wird, sollte man eher wegbleiben. Wo "Praxisorientiertheit" niedriges Niveau bedeutet, wird man   betrogen,

wo das iPhone in die Vorlesung einbezogen wird, wird man eher umschmeichelt, wo sukzessiv an "Star Wars" angeknüpft wird, wird man veräppelt, wo ein Prof. ein eBook herunterlädt, das er noch nicht einmal selbst erstellt hat, nur Mal für Mal Kapitel daraus projiziert und nichts tut, als diese vorzulesen,  wird man eher abgespeist und schläft vor Ort ein, wo alle den Laptop vor der Nase haben und vorne statisch die Laptop-Tastatur auf der Leinwand projiziert erscheint zwecks Erklärung, welche Tasten für welches Ziel gedrückt werden müssen, herrscht eher digitale Verblödung;  und   wo  die Grundlagen nicht auf hohem Niveau gelehrt werden, wird  mit Sicherheit  alles verbockt.

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Wie kann man das herausbekommen?

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Es  kann  sehr  hilfreich  sein,  gute,  fachlich  anspruchsvolle

Absolventen  zu befragen.

Und das ist laut Umfrage ohnehin die häufigste Methode!

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Und konkreter: Man muss die Stundenpläne und Modulbeschreibungen analysieren. Finden sich dort viele Vorlesungen mit nur zwei oder drei  Semester-Wochenstunden (SWS), dann wird gepfuscht. Es besteht der Verdacht, dass viele Profs. am Studiengang beteiligt werden müssen, weil sie sonst ihre Pflichtstundenzahl nicht zusammenbekommen, oder dass eine fachlich unterbelichtete Akkreditierungskommission  zerstörerisch eingewirkt hat.

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Als unabhängiger Prof., der  viele Fächer selbst gelehrt hat, erkennt man natürlich mehr und könnte der richtige Berater sein.

 

Beispiel: Das Fach "Elektromagnetische Felder."

4 SWS bedeuten Pfusch,  6 SWS sind halbwegs in Ordnung, wenn die vorangegangene Mathematik in Ordnung war; 8 SWS sind dann in Ordnung.  Die "Elektromagnetischen Wellen" dürfen aber nicht dabei sein. 2 SWS für die "Elektromagnetischen Wellen" stellen Augenwischerei dar, 4 SWS ermöglichen mit einigem Anstand ein elementares Grundwissen, 6 SWS ermöglichen die konkretere Beschreibung von Anwendungen. Der Stoff hat lebenslang Bestand!

 

 

Keinesfalls sollte man sich bei der Wahl  Ortsgebundenheit vorschieben.

Beispiel: Es gibt sogar noch die Möglichkeit Diplomabschlüsse zu erwerben.

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>>> FAZ, 22. / 23, April 2017, Uwe Marx

       Wo der Diplom-Ingenieur überlebt hat

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http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/ingenieure/uni-abschluesse-wo-der-diplom-ingenieur-ueberlebt-hat-14980445.html

 

 

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"Der Dipl.-Ing. gilt als Markenzeichen deutscher Ingenieurskunst. Aber er hat es schwer unter Tausenden neuen Master-Abschlüssen. Nur wenige Hochschulen halten ihm die Treue. Zu recht?

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Der renommierte Abschluss, der weit über die Landesgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf hat, musste seit der Bologna-Reform an den meisten Hochschulen einem Heer von Master-Abschlüssen weichen. Odenbach ist Professor an der Technischen Universität (TU) Dresden und Studiendekan für den Studiengang Maschinenbau.

(...)

Und doch sehen viele die Zersplitterung der Abschlüsse als ein Problem. Gab es vor zehn Jahren an deutschen Hochschulen etwa 2200 ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, so sind es heute knapp 3500. Kritiker bemängeln, dass mancherorts Studiengänge regelrecht designt werden, um persönlichen Vorlieben von Professoren entgegenzukommen, nicht um der Nachfrage gerecht zu werden.

 

Kommentar:     Solche Studiengänge werden dann nicht selten mit nur wenigen Studenten krampfhaft aufrecht erhalten, binden Professoren, die darüber in einen Zustand großer Unzufriedenheit geraten. Letzten Endes floppen solche Studiengänge und die Absolventen werden später mal gefragt: "Was für ein Zeug haben Sie damals studiert?".

Auch das wissen eigentlich potentielle Bewerber für ausgeschriebene Professorenstellen.

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(...)

 Ihm gefällt, dass andernorts offenbar auch umgedacht wird. An der kleinen TU Illmenau südlich von Erfurt zum Beispiel werden seit kurzem wieder Diplom-Studiengänge angeboten. Und er ist sicher: „Falls auch renommierte Adressen wie die Technische Hochschule in Aachen nachziehen, dann wird sich dieser Prozess beschleunigen.“ Odenbach hat die Renaissance des Diplom-Ingenieurs keinesfalls abgeschrieben. Im Gegenteil: „Ich gehe davon aus, dass auch andere Länder nachziehen, so wie zuletzt Thüringen, und den Diplom-Ingenieur wieder in ihre Hochschulgesetze aufnehmen“, sagt er. „Es wäre im Sinne der Studenten.“

(...)

Denn der Bruch nach dem Bachelor entfällt, weil nicht erst nach dem passenden Master-Studiengang gesucht werden muss.

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Kommentar:  Alle ehemaligen Studierenden, die bis vor maximal dem Jahr 2012  studiert haben, äußern sich sehr glücklich über den Abschluss Dipl.-Ing. bzw. Dipl.-Ing. (FH), wenn man sie wieder trifft.

Es wäre eine Überlegung wert.

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(wird fortgesetzt)