Neuer Pivot:  Wissenschaftsminister Konrad Wolf in Mainz

.

 Aktuell:

.

Die Rheinpfalz, Donnerstag, 14.02.2019 / cla

Universität empört sich

Senat der Hochschule legt sich nach Zwang zur Fusion mit Landau auf Marschrichtung fest

.

"Über vier Stunden haben Mitglieder der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) gestern unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Folgen der auferlegten Zwangsehe mit der Universität Landau diskutiert. Die Empörung war groß, vor allem, was das Vorgehen der Landesregierung angeht, die im Hauruckverfahren das Zusammengehen mit Landau verfügt hat.

.

Am Ende gab es eine Erklärung, die sich gewaschen hat und die dem Mainzer Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) unmissverständlich zu verstehen gibt, dass das kein guter Stil war: "Die TUK ist empört über den Entscheidungsprozess zur Angliederung des Standorts Landau ohne Einbeziehung der universitären Gremien und Statusgruppen" heißt es in der Stellungnahme wörtlich."

.

Kommentar: Konrad Wolf kommt aus Bayern. Und in Bayern gibt es dafür richtig tolle Ausdrücke. Er war vorher Präsident der HS Kaiserslautern.

.

Spott: Die lieben Kollegen dort sind wirklich lieb. Zu lieb! Oder komplexbehaftet? Prägt das solch einen Mann?

.

Kommentar (Fortsetzung): Professoren und Professorinnen (die schon eher) sind nicht innerlich strukturiert wie Fluglotsen oder Lokführer. Auch nicht wie Richter. Richter in Rheinland-Pfalz haben es geschafft, eine arrogante "Justizreform" mit Schließung eines Gerichtsstandortes vom Tisch zu fegen.

.

An der TUK wird gruppendynamische Selbsttröstung eintreten, zumal nach dem Artikel im "Wochenblatt" für Kaiserslautern "Entscheidung folgt Empfehlung der Expertenkommission" vom 14.02.2019 jv/ps der Eindruck entsteht, dass der Präsident der TUK, Prof. Dr. Helmut J. Schmidt, doch wohl im Hinterzimmer dabei war.

.

Richtig gut und sehr sachlich war die Stellungnahme von Anita Schöbel, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM).

 

Die Rheinpfalz, 14.02.2019 /bld

UNI-Fusion: Neue ITWM-Leiterin Schöbel sieht Schwierigkeiten

 

Auszug:

"Ende der Nuller Jahre seien dort (Niedersachsen)  die drei Universitäten Braunschweig, Clausthal und Hannover zur Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) zusammengeführt worden. Zum Jahresende 2015 wurde dieses Konstrukt vom zuständigen Kultusministerium - nach Überprüfung der wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen - wieder zurückgenommen.

"Die Hochschulen waren ähnlich orientiert, dennoch ist es gescheitert" sagt Schöbel, die ab Sommersemester auch als Professorin  an der TU lehren wird."

.

Zur Erinnerung: Der ehemalige Minister Prof. Dr. Jürgen E. Zöllner hat seinerzeit vernünftigerweise die Fachhochschule Rheinland-Pfalz in einzelne Standorte dezentralisiert.

Mal Experten fürs Dezentralisieren und dann wieder Experten fürs Zusammenlegen, damit sich dann wieder Leute mit Dezentralisierungen hervortun können.

.

Die Hochschulgremien sind wohl keine    Expertengruppen - einzelne Professorinnen und Professoren schon gleich gar keine Experten?!

.

Und noch so ein Zyklus: Mal mehr Demokratie in den Hochschulen, mal weniger Demokratie. Eigentlich wäre jetzt wieder "mehr Demokratie" dran. Gute alte Idee!

.

Guten Morgen Herr Baldauf!!!! (Fraktionsvorsitzender der CDU in RLP). Am Ende kommt noch die AfD mit Uwe Junge und gräbt Ihnen das Wasser ab!

.

Die Universitäten und Fachhochschulen haben große Probleme: Akademisierungswahn, Bachelor-Betrug, Master-Desaster, 18000 Studiengänge mit vielen abstrusen Angeboten, Mangel an MINT- Studierenden und noch viel mehr.

.

Und sie haben ein besonders großes Problem: Die zunehmende mangelnde Wertschätzung von Professorinnen und Professoren. Es sei denn, dass sie Erfüllungsgehilfen der Politik sind, die im wachsendem Maße eine schauerliche Ignoranz, wahnhaft kompensiert durch Angeberei, darstellt.

.

Wenn ein Wissenschaftsminister Professor ist, dann ist es besonders unverzeihlich, wenn er durch solches Übergehen wie hier diesen Mangel noch fördert.

.

Das Verhalten von Konrad Wolf übertrifft die eigenen Erfahrungen mit ihm.

Eine Überraschung stellt es aber nicht dar.

 

Spott: Eine ganz große Vorführung!!!!

 

14.12.2016

Seit 2013 fehlt dieser Website jemand: Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck. Seine vollmundigen Äußerungen, Erfahrungen von "freiwilligen" Beamten auch aus Gründen der Sparsamkeit über die Pensionierungsgrenze hinaus nutzen zu sollen, waren nicht sonderlich belastbar. Nur energieoptimierter Anstand überhaupt angesichts seiner Probleme, aber bei ihm immerhin noch ein bisschen Anstand, war zu spüren.

 

Ist es nicht faszinierend, dass der ehemalige aus Bayern gekommene Kollege Prof. Dr. Konrad Wolf, seinerzeit gerade zum Präsidenten der FH Kaiserslautern (jetzt Hochschule Kaiserslautern) gewählt, der damals den Verlängerungsantrag des Websitebetreibers erst befürwortet hat und dann doch hinterrücks das dienstliche Interesse wunschgemäß verneint hat (in Bayern gibt es dafür richtig tolle Ausdrücke), nun für das ganze Thema in Bezug auf Professoren zuständig ist?

 

Konrad Wolf wollte sich damals offensichtlich nicht mit dem Ministerium anlegen.

 

Dieser Vorgang, der einen in Erinnerung unweigerlich an eine bestimmte Grenze bringt ( für die es im ganzen deutschsprachigen Raum einen richtig tollen Ausdruck gibt) soll hier nun doch - gelegentlich inzwischen in punkto Vertrauen der persönlichen Art vielleicht fundamental  nützlich -  vorweg ausführlich beschrieben werden.

 

Danach gibt es auf dieser Website eine Meinung darüber, was von ihm als Minister zu halten , denn noch alles zu erwarten und garantiert nicht zu erwarten ist.

 

(wird bald fortgesetzt)